DIE MARABOUT-SEITE
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DAS AKTUELLE BUCH
Cover: MUKOMI: AFRICAN NOVEL
THE RISE OF THE AFRICAN NOVEL
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1971
Mukoma wird in Evanston, Illinois, USA geboren; sein Vater ist der kenianische Schriftsteller Ngugi wa Thiong'o. Als Mukoma wenige Monate alt ist, kehrt die Familie nach Kenia zurück.[1]

Anfang 1990er [1]
emigriert Mukoma (zur Collegeausbildung) in die USA.

1994
Bachelor-Abschlus in Englisch und Politikwissenschaften am Allbright College, Reading, Pennsylvania, USA.

2000
Master-Abschluss in Creative Writing an der Boston University.[2]

Cover: MUKOMA: CONVERSING
CONVERSING WITH AFRICA
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2002
Bibliografische Angabe Conversing with Africa. Politics of Change (Im Gespräch mit Afrika. Politik im Wandel), Sachbuch. Simbabwe 2002.

cover:Mukoma wa Ngugi, Hurling Words
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2006
Bibliografische Angabe Hurling Words At Consciousness (Dem Bewusstsein Wörter entgegenschleudern), Gedichte. Trenton/New Jersey, USA.

2007
Mrs. Shaw[3], in: Kwani? 4 (Hrsg.: Binyavanga Wainaina).
Absatz Mukoma organisiert die 3. Konferenz von Toward an Africa Without Borders und tritt für einen "Panafrikanismus von unten" ein.

2008
Bibliografische Angabe How Kamau wa Mwangi Escaped into Exile, Short story, in: Wasafiri No 54. London 2008.

2009
Nominiert (Shortlist) für The Caine Prize of African Writing mit der Short story How Kamau wa Mwangi Escaped into Exile.

2010
Nominiert (Shortlist) für den Penguin Prize for African Writing mit dem Romanmanuskript von Mrs. Shaw.

COVER: Mukoma wa Ngugi: NAIROBI HEAT
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2011
Bibliografische Angabe Nairobi Heat[4] (dt: Nairobi Heat; Übersetzung: Aus dem amerikanischen Englisch von Rainer Nitsche. Berlin 2014[5]) 2011.
Die Romanhandlung beginnt in den USA, wo im Haus eines aus Ruanda stammenden Professors die Leiche einer offensichtlich ermordeten blonden Frau gefunden wird. Die Spur auf der Suche nach dem Täter führt den schwarzen Detektiv in seine ursprüngliche Heimat, nach Kenia und dessen Hauptstadt Nairobi. Die Konfrontation mit der eigenen Identität verhindert nicht das Erkennen des wahren Ausmaßes des Verbrechens, bei dem es nicht um die Tat Einzelner geht, sondern um die systematische Verstrickung von Korruption und Gewalt, bis hin zum ruandischen Genozid von 1994.

2013
Vom New African Magazine (London/Accra) wird Mukoma wa Ngugi in den Kreis der
"100 most Influential Africans (100 einflussrechsten Afrikaner)" gewählt.

COVER: Mukoma wa Ngugi BLACK STAR NAIROBI
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2014
Bibliografische Angabe Black Star Nairobi (dt: Black Star Nairobi; Übersetzung: Aus dem amerikanischen Englisch von Rainer Nitsche. Berlin 2015) 2014. - In Black Star Nairobi trifft der Leser erneut auf den schwarz-amerikanischen Detective Ishmael, die Hauptfigur aus Nairobi Heat, dem ersten Krimi des Autors Mukoma wa Ngugi. Der Ich-Erzähler Detective Ishmael hat inzwischen mit dem kenianischen Kollegen O in Nairobi die Detektei Black Star gegründet, die mit der Ermittlung im Zusammenhang mit einem Leichenfund im nahegelegenen und berüchtigten Ngong-Wald beschäftigt ist. Man schreibt das Jahr 2007. Gerade als die Ermittler nach Nairobi zurückkehren, explodiert in einem Nobelhotel eine Bombe. Da ein Zusammenhang zu al Qaida oder somalischen Islamisten vermutet wird, ermittelt auch die CIA. Bald erkennen die Ermittler von Black Star einen politisch motivierten Zusammenhang zwischen ihrem Fall und dem Bombenanschlag. Es beginnt eine Jagd, die von Kenia bis in mehrere Länder Nord- bzw. Mittelamerikas führt.
Absatz Mukoma Wa Ngugi begründet gemeinsam mit der Caine Prize Direktorin Lizzy Attree den Mabati Cornell Kiswahili Prize des Department of English der us-amerikanischen Cornell Universität, wo Mukoma eine Assistenz-Professur innehat.[6]

COVER Mukoma wa Ngugi: MRS SHAW
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2015
Bibliografische Angabe Mrs. Shaw, Roman. Ohio/USA 2015. - In der fiktiven ostafrikanischen Republik Kwatee steht in den neunziger Jahren die Diktatur kurz vor dem Fall, und die Exilanten der Nation bereiten sich auf ihre Rückkehr vor. Einer dieser Exilanten, ein junger Mann namens Kalumba, ist ein Doktorand in den Vereinigten Staaten und der eigentliche Protagonist des Romans, nicht die titelgebende Mrs. Shaw. Auf diese trifft Kalumba in den USA; sie ist eine emeritierte Professorin und ehemalige britische Siedlerin, die vor den postkolonialen politischen und sozialen Unruhen in Kwatee geflohen war.
Auch Kalumbas Freundin ist eine Exilantin: Sie ist - wie ihr inhaftierter Vater - eine puertoricanische Nationalistin und von der Insel Ausgestoßene. Zusammengeführt durch eine Geschichte von Gewalt und Verrat, suchen alle drei nach einem Weg, ihre Menschlichkeit wiederzugewinnen. Insbesondere Kalumba und Mrs. Shaw sind durch eine Vergangenheit verbunden, die in kolonialer und postkolonialer Gewalt verwurzelt ist, jedoch spiegeln sich in ihren Berichten unterschiedliche Sichtweisen über das wieder, was wirklich in ihrer Heimat vorgefallen ist.
Absatz Juror beim Writivism Short Story Prize ("Promoting African Literature since 2012") sowie beim angesehenen Neustadt International Prize for Literature. Letzterer wird von der Universität Oklahoma und das dort herausgegebene Literaturmagazin World Literature Today verliehen und ist mit $ 50.000 dotiert.

COVER: Mukoma Logotherapy
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2016
Bibliografische Angabe Logotherapy, Gedichte. Lincoln/Nebraska USA.
Absatz Mukoma wa Ngugi kündigt an, "demnächst" ein Buch in seiner Muttersprache Kikuyu zu schreiben.[7]

 

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit als Assistenzprofessor am Department of English an der Cornell University (Ithaca, New York State) sowie seiner schriftstellerischen Arbeit schreibt Mukoma wa Ngugi Artikel für internationale Medien wie THE GUARDIAN[8].

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STIMME(N):
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"Es traf mich wie ein Schlag. Eigentlich fühle ich mich in den USA zu Hause. Ich bin in den USA geboren und in Kenia aufgewachsen. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Heimat meiner Träume immer Kenia gewesen. Aber auf dieser Lichtung war ich irgendwie in der Lage, mich mit den USA zu versöhnen und zu sagen, dass dies auch meine Heimat sein kann." Mukoma über Mukoma; vgl. Mukoma wa Ngugi: How I found an adoptive family in a Boston bar, in: The Guardian vom 24.11.2011; Übersetzung: J.K.

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ANMERKUNGEN:
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1) Vgl. Interview von JOANNE HICHENS: Hot reads: a killer interview with Mukoma wa Ngugi, 2016.

2) Vgl. Mukoma wa Ngugi: How I found an adoptive family in a Boston bar, in: The Guardian vom 24.11.2011.

3) 2015, also acht Jahre später, wird Mrs. Shaw als Roman publiziert. Ob es sich bei diesem im kenianischen Literaturmagazin erschienenen, ca. 15 Seiten umfassenden Text um einen Vorabdruck des gleichnamigen Romans handelt oder ob Mukoma in der Nachfolgezeit eine Erzählung zur epischen Breite eines Romans verdichtet hat, ist nicht bekannt.

4) Der Roman Nairobi Heat enthält folg. Widmung: "To Meja Mwang and David Mailu for blurring the margins" (Für Meja Mwangi und David Mailu [auch: Maillu] für das Sprengen/Verwischen der Grenzen). Während Meja Mwangi mit seinen Nairobi-Romanen Kill me quick und Going down River Road auch im Westen einen hohen Ruf als Romancier genießt, ist David G. Mailu bei uns wenig bekannt. In seiner Heimat gilt der Philosoph und Autor als "Father of pop literature".

5) DIE WELT wählte dieses Buch, das auch in der deutschen Ausgabe den engl. Originaltitel Nairobi Heat beibehalten hat, unter die "besten Kriminalromane des Jahres". Elmar Krekeler beschließt seine Beschreibung folgendermaßen: "Vom Missbrauch gutmenschlicher Spendenmillionen, von schwärenden Kolonialismuswunden und Korruption, vom Horror der heillosen afrikanischen Gegenwart. Ein cooles Buch, rasant, wirklichkeitssatt und anspielungsreich." - Vgl. DIE WELT online v. 29.12.2014 (wo auf einer Bildcollage der Vater, nicht aber der Autor dargestellt ist! J.K.)

6) Vgl. Vorstellung: History of the Department, Cornell University. - Wie der Name schon sagt, ist der Preis für in Suaheli verfasste Werke ausgeschrieben.

7) Ob sich sein Verhalten denn ändere, wenn er in Kenia ankomme, fragt die Interviewerin nachdem Mukoma seine Absicht verkündet, er antwortet: "Ich bleibe schon derselbe, aber in Kenia bin ich entspannter. Es ist immer noch vertrauter und ich habe dort mehr Erinnerungen: Da ist mein altes Kinderzimmer, da bin ich zur Schule gegangen. Das habe ich zunehmend auch in den USA. Aber da werde ich einfach ständig daran erinnert, dass ich schwarz bin. Manchmal fühle ich mich geradezu überwacht. Du gehst in einen Laden und wirst schräg angeschaut, Du wirst angehalten, wenn Du Auto fährst." -Vgl. Interview von Hanna Pütz.

8) Inhaltlich orientieren sich Mukomis Beiträge an mit afrikanischer Sprache, Kultur und Politik verbundenen Themen, insbesondere mit seinem Heimatland Kenia, wie z.B. im folg. Artikel, in welchem er sein Profil als politischer Kolumnist schärft: "Al-Shabaab's Nairobi attack is a reminder that tit-for-tat terror never succeeds", Mukoma wa Ngugi, in: The Guardian, International edition. 16.01.2019.

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Quellen:
www.mukomawangugi.com
en.wikipedia.org/
Mukoma wa Ngugi: "In meiner Muttersprache kann ich direkter sein", Hanna Pütz interviewt den Autor, auf weltsichten.org, 24.02.2016
Mukoma wa Ngugi: How I found an adoptive family in a Boston bar, in: The Guardian vom 24.11.2011
Interview von JOANNE HICHENS: Hot reads: a killer interview with Mukoma wa Ngugi, 2016
Mukoma wa Ngugis offizielle Webseite: www.mukomawangugi.com
Mukoma wa Ngugi: "How I found an adoptive family in a Boston bar", in: The Guardian vom 24.11.2011
Mukoma wa Ngugi: "Al-Shabaab's Nairobi attack is a reminder that tit-for-tat terror never succeeds", in: The Guardian, International edition. 16.01.2019.
Mukoma wa Ngugi: "In meiner Muttersprache kann ich direkter sein", Hanna Pütz interviewt den Autor, auf weltsichten.og, 24.02.2016
Interview von JOANNE HICHENS: Hot reads: a killer interview with Mukoma wa Ngugi, 2016.
2019 © by Janko Kozmus
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REZENSION(EN):
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(Noch nicht aufgenommen)
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Weitere Portraits subsaharischer Autoren (Zufallsauswahl erneuern / Vollständige Autorenliste [ohne Südafrika])
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Kenianische Themen auf der Marabout-Seite
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Daily Nation, Die Gefahr feministischer Literatur, 2011
Daily Nation, Mehr Heime am Flughafen von Nairobi abgerissen, 2011
Daily Nation, Bericht über eine Befragung zur Sicht der Kenianer auf verschiedene Länder der Welt, 2010
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Südafrikaner über Kenia und die Kenianer, 2010
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Süd-Sudanesen über Kenia und die Kenianer, 2010
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Ruander über Kenia und die Kenianer, 2010
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Nigerianer über Kenia und die Kenianer, 2010
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Ghanaer über Kenia und die Kenianer, 2010
Sunday Nation, Bericht über das Bild der Botsuaner über Kenia und die Kenianer, 2010
The Standard, Herausgeber von The Standard verhaftet, 2008
The Standard, Ngugi Wa Mirii stirbt im simbabwischen Exil, 2008
Kenya Times, Todesopfer nach Zusammenstößen rivalisierender Gemeinden, 2007
Kenya Times, Statistische Befragung von 2.400 Frauen zum Thema Sexualität, 2007
The Standard, Über die Leiden eines kenianischen Sargmachers, 2006
The Standard, Über den niedrigen Entwicklungsstand Kenias, 2006
The Standard, Über die korrupteste Institution in Kenia, 2005, Afrika-Chronik
Kenya Times, Friedensnobelpreis 2004 für die Kenianerin Wangari Maathai, Afrika-Chronik
Kenya Times, Über Ngugis Mundarttheorie, Afrika-Chronik
Daily Nation, Über illegale Handlungen der Studenten an Kenias Hochschulen, Afrika-Chronik
Daily Nation, Über das Analphabetentum in Kenia, Afrika-Chronik
Daily Nation, Reaktion auf den Mord an Ausschussvorsitzenden, Afrika-Chronik
Daily Nation, Über die Prügelstrafe an Kenias Schulen, Afrika-Chronik
The East African, Über die Moi-Biographie v. Andrew Morton, Afrika-Chronik
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